Bingen: Welche Kinder werden betreut?

Oberstes Ziel ist es, eine weitere Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen und einzudämmen. „Deshalb hat der Infektionsschutz höchste Priorität“, erklärt der Beigeordnete Sebastian Hamann. „Das bedeutet für die Notbetreuung, dass diese so restriktiv wie möglich umgesetzt wird, um das Infektionsrisiko im Rahmen der Notgruppen auf ein Minimum zu reduzieren.“

Entgegen anderslautenden Meldungen in den Medien, weist die Stadtverwaltung Bin-gen ausdrücklich darauf hin, dass der Personenkreis für die städtischen Einrichtungen in Bingen ganz eng gefasst wird. Es können nur Kinder betreut werden, deren Eltern oder Erziehungsberechtigte in wesentlichen Berufen des Gesundheitswesens, der öffentlichen Sicherheit und Ordnung sowie der Grundversorgung der Bevölkerung arbeiten. Wesentlich wird in diesem Fall sehr strikt definiert. Darüber hinaus ist keine Betreuung möglich.

Eine Notbetreuung über mehrere Wochen kann ausschließlich mit einem minimalen Infektionsrisiko gewährleistet werden. Dies gelingt nur, wenn die Anzahl der Kinder von Beginn an so gering wie möglich ist. „Eine solche Ausnahmesituation erfordert leider auch unangenehme Maßnahmen, die man sich so nicht wünscht“, betont Hamann. „Wir sind uns bewusst, dass die Schließung der Kitas und Schulen weitreichende Auswirkungen für die Eltern und Kinder hat. Wir bitten aber auch um Verständnis, dass die Maßnahme nur dann Erfolg haben kann, wenn eine Betreuung in den Einrichtungen die absolute Ausnahme ist.“

Quelle: Stadt Bingen, Pressemitteilung vom 15.03.2020, 19:45 Uhr.